Glaser/in Ausbildung - Voraussetzungen, Eignungstest und Gehalt


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Glaser/in Ausbildung - Voraussetzungen, Eignungstest und Gehalt

Wenn im Handwerk mit Glas gearbeitet wird, dann kommt in der Regel der Glaser zum Einsatz. Die ausgebildeten Fachkräfte kennen sich mit allem rund um die Verarbeitung von Glas aus und haben deshalb ein interessantes und vor allem abwechslungsreiches Arbeitsfeld.

Häufige Fragen und Antworten

  1. Was macht ein Glaser?
  2. Wie wird man ein Glaser?
  3. Wo arbeiten Glaser/innen?
  4. Wie viel verdienen Glaser in Deutschland?
  5. Was kann man nach der Ausbildung machen?

Was macht ein Glaser? - Die Ausbildungsinhalte

In der Ausbildung lernen Glaser, auf welche vielfältige Weisen sie mit Glas arbeiten können. Zum Lernstoff gehören beispielsweise der Ein- und Ausbau von Glaskonstruktionen und Spezialverglasungssystemen, der Einbau von Glasfassadenelementen aber auch Themen wie Instandsetzung und Restaurierung von Glaskonstruktionen. Im zweiten Berufsjahr erfolgt dann die Wahl eines Schwerpunkts. Auszubildende können sich dabei zwischen den Fachrichtungen Fenster- und Glasfassadenbau oder Verglasung und Glasbau entscheiden. Der Fenster- und Glasfassadenbau dreht sich, wie der Namen schon sagt, rund um die Herstellung und den Einbau von Fenstern, Türen und Fassadenkonstruktionen. Im Fachbereich Verglasung und Glasbau steht dagegen die Herstellung von Fenstern, Vitrinen oder Spiegeln aus Flachglas, als auch die Arbeit mit Kunstverglasungen im Mittelpunkt.

Wie wird man ein Glaser? - Voraussetzungen für Glaser

Glaser/in werden in dualer Form ausgebildet, was bedeutet, dass zur Ausbildung sowohl ein theoretischer Teil in der Berufsschule als auch ein praktischer Teil in einem Betrieb gehört. Die Dauer beträgt dabei typischerweise drei Jahre. Rein rechtlich müssen angehende Lehrlinge keine Voraussetzungen erfüllen. In den meisten Fällen setzen Ausbildungsbetriebe allerdings mindestens einen Schulabschluss voraus.

Wer sich für eine Ausbildung als Glaser interessiert, der sollte körperlich fit sein und ein gewisses handwerkliches Geschick mitbringen. Zwei linke Hände sind nicht empfehlenswert, da man im späteren Berufsleben regelmäßig mit Maschinen oder Werkzeugen wie dem Glasschneider arbeitet. Dies ist nicht immer ganz ungefährlich. Allerdings lernen Auszubildende in der Lehre den sicheren Umgang mit Werkzeugen, um Verletzungen zu vermeiden.

Hilfreich sind zudem ein grundsätzliches mathematisches Verständnis, räumliches Vorstellungsvermögen, sowie gewisse kommunikative Fähigkeiten, da Glaser meist im Team arbeiten. Je nach späterem Berufsfeld gehört der Kundenkontakt oftmals zur Arbeit eines Glasers dazu. Sehr oft steht am Anfang eines Auftrages ein Kundengespräch, in dem ermittelt wird, was der Kunde eigentlich wünscht. Zudem arbeiten Glaser immer wieder mit Architekten und anderen Handwerkern zusammen. Auch hier kommt es nicht selten auf eine gute Kommunikation an. 

Wer sich nicht sicher ist, ob die Voraussetzungen gegeben sind, kann sich unseren Eignungstest oben anschauen und eine erste Einschätzung über die eigenen Fähigkeiten gewinnen.

Wo arbeiten Glaser/innen?

Je nach gewählter Fachrichtung kommen mit dem Abschluss der Ausbildung verschiedene Betriebe infrage. Typische Unternehmen für ausgebildete Glaser sind beispielsweise Betriebe im Glasergewerbe, Fassadenbauunternehmen, Fahrzeugglasereien oder Hersteller von Flachglas beziehungsweise Glasbehältnissen.

Wie viel verdienen Glaser in Deutschland?

Was für ein Gehalt bei der Ausbildung gezahlt wird, hängt von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel die Region, Tarifgebundenheit und Größe des Unternehmens ab. Daher sind die folgenden Angaben nur als Richtlinie zu verstehen. 

1. Ausbildungsjahr: € 500 bis € 670

2. Ausbildungsjahr: € 600 bis € 725

3. Ausbildungsjahr: € 700 bis € 770

Nach der dreijährigen Ausbildung kann das Einstiegsgehalt bei tariflicher Vergütung rund 2.336 EUR im Monat brutto betragen. (Stand Okt 2015)

>Was kann man nach der Ausbildung machen?

Nach dem Abschluss der Gesellenprüfung stehen Glasern verschiedene Weiter- beziehungsweise Fortbildungsmöglichkeiten offen. Zum einen kann man sich beispielsweise zum Techniker/in der Fachrichtung Glastechnik mit dem Schwerpunkt Glas- und Fensterbautechnik weiterbilden lassen. Ebenfalls möglich ist der Weg zum Glasermeister/in. Gerade wenn man plant, sich selbstständig zu machen, ist der Meister in der Regel der richtige Weg.

Wer über eine passende Hochschulzugangsberechtigung verfügt, der kann im Anschluss an die Ausbildung ein Studium anstreben. Mögliche Fächer sind beispielsweise Keramik-, Glastechnik oder Bauingenieurwesen.


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